Eine Frau, ein SUP und jede Menge Plastik

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Sie hat es geschafft! Jo ist 260 km weit gepaddelt, um Geld für die Kampagne „2 Minute Beach Clean“ zu sammeln und um diese bekannter zu machen. Während ihres Trips sammelte sie jede Menge Plastik auf.

Wir haben mit Jo darüber gesprochen, wie der Trip für sie war, was sie alles gefunden hat und was nun als Nächstes ansteht..

Hey Jo, und wie war dein Abenteuer so? Beschreibe es uns in einem Wort!

Es war lebensverändernd!

Dieses Abenteuer war wundervoll, herausfordernd, erfreulich, lebensbejahend, herzzerreißend (die Umweltverschmutzung durch Plastik), hat sehr viel Spaß gemacht und war auch körperlich unglaublich anstrengend. Ich habe gelacht und geweint. Ich war völlig erschöpft und fühlte mich aber auch unglaublich energiegeladen und lebendig. Dieses Abenteuer war alles, was ich mir erhofft hatte und noch viel mehr. Ich glaube wirklich, dass sich mein Blick auf das Leben und auf meine Zukunft verändert hat.

Erzähle uns von deinem besten Tag…

Es war Freitag, der 2. August. Ich hatte 40 km auf meinem Paddel-Board von Burnley bis Skipton zurückgelegt (so weit war ich bisher noch nie gepaddelt!). Ich wollte ein wenig Strecke gutmachen, die ich wegen des Unwetters und Unrats verloren hatte. Zudem wollte ich auch nach Skipton nach Hause kommen, so als eine Art emotionaler Meilenstein.

Die Route war unglaublich schön. Ich paddelte durch einen kilometerlangen Tunnel und hatte das Glück, dass mich dabei Freunde an verschiedenen Etappen der Route begleiteten. Einer meiner beiden Freunde von MinuteBeachClean kam extra aus Essex und ging den Treidelpfad entlang, um den Müll aufzusammeln. Auch ein Journalist von unserer Lokalzeitung, der mein Abenteuer unglaublich unterstützt hatte, kam extra angerannt, um ein Foto von mir zu machen!

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Als der Abend hereinbrach, paddelte ich unter Brücken hindurch und an Feldern entlang, die ich von meinen Trainings-Einheiten kannte und konnte dabei die Geräusche der Austernfischer und der grasenden Schafe hören. Ich wurde von einer Schwanfamilie mit Jungschwänen begleitet, dann kamen noch Gänse vorbeigeschwommen und schließlich sogar eine Gruppe von ca. 15 männlichen Schwänen. Einige der Kanalboote, die ich passierte, besaßen funkelnde Lichter, genauso wie die Häuser entlang der Route. Als ich im Dunkeln durch die Niffany-Brücke hindurchfuhr, erinnerte ich mich an mein Treffen mit Jason Elliott, das Anfang des Jahres ganz in der Nähe stattgefunden hatte. Damals war PaddleboardTheNorth einfach nur ein Wunsch von mir und ich bedankte mich im Stillen bei ihm für seine wunderbare Unterstützung.

Ich war zwar nur 15 Minuten mit dem Auto von meinem Zuhause entfernt, aber doch fühlte es sich an wie der tollste Abend meines gesamten Trips. Mein Herz quoll über vor Freude. Ich hatte meine Sicherheitslichter, ich wusste, was ich tat und wohin ich paddelte und ich fühlte mich sehr selbstbewusst. Für jemand, der jeden Tag an sich selbst zweifelt, war dies ein magischer Moment. Ich hätte dies auch irgendwo anders machen können, aber ich wusste, dass ich es gefahrlos zuhause machen konnte und das tat ich auch.

Ein anderer Höhepunkt meiner Reise war ganz am Ende, als ich erfuhr, dass ich durch die beiden Projekte „The Wave Project“ sowie „2 MinuteBeachClean“ etwas bewirkt habe.

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Was war dein Tiefpunkt?

Der absolute Tiefpunkt meiner Reise war die Umweltverschmutzung durch Plastik. Diese nahm mich so viel mehr mit, als ich es mir vorgestellt hatte und ich sah die Auswirkungen mit eigenen Augen, die die Verunreinigungen durch Plastik ganz besonders auf die Vogelwelt hat.

Es gab mehrere weitere Durchhänger, als ich einen Fehler gemacht hatte und wieder zurückpaddeln musste (oh nein!) oder wenn mir die Algen und der Unrat das Paddeln extrem erschwerten. Ich war müde, lag hinter meinem Zeitplan zurück und hatte auch ein wenig Angst. Aber dies ist kein Vergleich zu der Umweltverschmutzung durch das Plastik und zu deren Auswirkungen auf die Vogelwelt.

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Welche Route war die schlimmste?

Burnley war am schlimmsten. Teile von Leeds, Liverpool und River Aire ebenfalls.

Gab es Gegenstände aus Plastik, die du immer wieder zu Gesicht bekommen hast?

Ja! Am häufigsten habe ich Plastikflaschen gesehen. Aber auch Chips-Tüten, Einweg-Verpackungen, Styropor, Wegwerf-Becher und Zigarettenverpackungen. Zudem auch Tennisbälle und Fußbälle. Aber das war alles nichts im Vergleich zu den Plastikflaschen.

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Hast du einen Ratschlag für Menschen, die einen ähnlichen Trip wagen möchten?

Zunächst einmal solltet ihr an euch selbst glauben, trainieren, planen, euch nach vernünftigen Ratschlägen erkundigen und am allerwichtigsten – es einfach tun! Tut es einfach, wenn ihr noch nicht vollständig bereit seid oder wenn ihr euch noch nicht komplett sicher damit fühlt. Tut es auch, wenn jemand sagt, dass ihr es nicht schafft… Aber tut es!

Ich würde auch sagen, dass ihr es dennoch tun solltet, auch wenn niemand davon weiß oder wenn euch niemand in den sozialen Netzwerken sagt „Gut gemacht!“. Macht ihr es für die Anerkennung von anderen Leuten oder für euch selbst, für eure persönliche Entwicklung und für den Unterschied, den ihr ausmachen könnt (Müll aufsammeln!)

Wenn Ersteres zutrifft, dann solltet ihr sehr sorgfältig darüber nachdenken, ob es für euch das Richtige ist. Wenn niemand von meiner Reise gewusst hätte, dann wäre sie dennoch außergewöhnlich und lebensverändernd gewesen. Ich bin so dankbar für alles, was ich gelernt und erfahren habe.

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Und was steht als Nächstes an?

Gute Frage!

Meine Freundin Frit Sarita Tam (Instagram: @fritstartingat30) und ich drehen einen Kurzfilm über das Abenteuer, was sehr aufregend ist!

Ich hoffe, dass er andere dazu ermutigen wird, sich ebenfalls in Abenteuer zu stürzen, die sich direkt vor ihrer Haustür befinden, insbesondere Frauen meines Alters. Ich hoffe außerdem, dass ich auf die Probleme der Plastikvermüllung aufmerksam machen und aufzeigen kann, dass wir alle einen Unterschied ausmachen können.

Es wird auf jeden Fall etwas bringen!

Ich recherchiere, wie man ein SUP-Trainer wird, damit ich meine Liebe zum Paddeln weitergeben kann!

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Ich werde mit Freunden zurück zu den Stellen mit der schlimmsten Plastikvermüllung gehen (Burnley, Teile von Leeds und das Flussgebiet von Aire), um gemeinsam Müll aufzusammeln.

Zusammen können wir sogar noch mehr bewirken! Ich bin so dankbar, dass uns Bluefin SUPs dabei unterstützen.

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