Die Themse-Herausforderung TEIL 1

SUP Themse-Herausforderung, Die Themse-Herausforderung TEIL 1

Ein echtes Paddelabenteuer in Großbritannien

 

SUP Themse-Herausforderung, Die Themse-Herausforderung TEIL 1

Wenn man mir vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich einen Blogbeitrag darüber schreiben würde, wie man ein Langstrecken-Paddelabenteuer von über 320 km unternimmt, dann hätte ich dich ausgelacht, da ich mich gerade erst von einer Herzoperation erholt hatte. Nichtsdestotrotz mache ich es trotzdem! Vor Kurzem habe ich SUP-Themse-Challenge für eine Wohltätigkeitsorganisation für psychische Erkrankungen von Jugendlichen absolviert und bin über 200 Meilen in 9 Tagen gepaddelt.

In diesem Blogpost möchte ich euch über einige meiner Beobachtungen während der SUP-Themse-Challenge berichten und euch einige Dinge verraten, die man im Vorfeld beachten sollte. Wie der Titel des Blogs schon sagt, ist dieser Blogbeitrag in zwei Teile gegliedert, wobei der erste Teil unten folgt:

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Stufe 1 – Die richtige Vorbereitung ist der Schlüssel!

Die Aussage ‚Wer sich nicht vorbereitet, wird scheitern‘ ist vielleicht ein wenig zu negativ, doch eine gute Planung wird dir tatsächlich eine Menge Stress während deines Events ersparen. Aus diesem Grund solltest du vor dem geplanten Starttermin deiner Challenge eine Planungszeit von mindestens 6 Monaten einrechnen. Du wirst überrascht sein, wie schnell diese 6 Monate vorbeigehen und du willst ja nicht, dass es 3 Tage vor dem Start wahnsinnig hektisch wird.

Deine erste Aufgabe (meiner Meinung nach) besteht darin, alle Lizenzen zu recherchieren und zu beantragen, die du eventuell brauchst, um in einigen Regionen, die auf deinem Weg liegen, zu paddeln. Es ist möglich, dass man in manchen Gebieten auch mit Erlaubnis nicht paddeln darf (das haben wir in Central London festgestellt, denn alles östlich der Tower Bridge ist ein striktes No-Go-Gebiet für SUPS). Aber lass dich davon nicht entmutigen, da du in der Regel eine Alternative finden kannst. Für uns bedeutete das, den Hauptfluss bei Brentford zu verlassen und durch die Kanäle von Central London zu paddeln (ein Erlebnis für sich). Am Schluss kamen wir dann vor der Canary Wharf, Limehouse Basin an.

 

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Das Wichtigste hierbei ist, dass du dir sicher sein musst, dass du mit den richtigen Leuten gesprochen hast. In der Nähe des Meeres gibt es in der Regel eine Hafenbehörde, die die Kontrolle über den Wasserbetrieb übernimmt. Wenn du hingegen weiter flussaufwärts und auf Kanälen paddelst, musst du mit dem River & Canal Trust sprechen und die Environment Agency über deine Pläne informieren. Finde heraus, wo die Zuständigkeit der einen Behörde beginnt und endet. Auf diese Weise erhältst du viele nützliche Informationen haben, die dir bei der Planung deiner Reise helfen werden.

 

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Teile dir die Challenge in kleine, machbare Abschnitte ein

Als Nächstes solltest du dich darauf konzentrieren, deine Route in kleinere Abschnitte einzuteilen und dabei die Unterkunftsmöglichkeiten entlang der Strecke zu berücksichtigen. Abhängig von deinen Paddelfähigkeiten habe ich festgestellt, dass 40 km pro Tag die Obergrenze für eine angenehme Distanz sind (hierbei hast du jedoch wenig Spielraum für unbekannte Faktoren wie Gegenwind etc. bietet). Wenn du für einen wohltätigen Zweck paddelst, lohnt es sich immer, Hotels etc. anzusprechen, um Sponsoren und Unterstützung zu bekommen. Mache das auf jeden Fall frühzeitig. Wenn du weißt, welche Unterkünfte entlang der Route in Frage kommen, hast du während deiner Reise viel weniger Stress. Außerdem hast du so ein klares Tagesziel, das du erreichen kannst.

Das Schlimmste wäre, dass du deine Übernachtungsmöglichkeit schlecht planst und am letzten Tag 50 km paddeln musst, wenn du schon müde bist. Versuche, dir am letzten Tag eine kürzere Paddelstrecke einzuplanen, wenn das geht, indem du zu Beginn der Challenge längere Strecken fährst.

 

 

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Wenn du planst zu campen, sei dir bewusst, dass wildes Campen in den meisten Regionen des englischen Festlandes verboten ist und du eine hohe Geldstrafe bekommen kannst, wenn du erwischt wirst. Wenn du eine Wohltätigkeitsveranstaltung planst, MUSST du das berücksichtigen, da die Umweltbehörde Beweise sehen will, dass deine Pläne in Ordnung sind. Bitte die Campingplätze entlang deiner Route um Unterstützung. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie z.B. Bauernhöfe, Campingplätze, Airbnb’s, Boote, Hotels, Pubs (sogar Gärten von Leuten). Stelle nur sicher, dass du die richtigen Genehmigungen eingeholt hast. Schottland und Wales haben andere Regeln für das Wildcampen und erlauben es in vielen Gegenden, doch du solltest dich dennoch auf jeden Fall erkundigen.

 


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Achte besonders auf die Parkplätze entlang deiner Route. Es kann sein, dass du dein Auto an den Endpunkten/Startpunkten etc. in Gehweite des Flusses parken musst. Wenn du das nicht bedacht hast, kann dir dies am Ende eines 40-km-Tages sehr zu schaffen machen! Bedenke auch, wie du dich fühlst, wenn du nach einem langen Paddeltag eine lange Strecke mit dem Auto fahren musst.

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Achte auf die Schleusen!

Schließlich solltest du Schleusen und Startzeiten berücksichtigen. Auf vielen Flüssen in Großbritannien (vor allem den großen) wird die Strömung durch Schleusen und Wehre geregelt, sobald das Wasser tief genug ist. Nach den aktuellen Regeln darf man mit SUPs nicht durch Schleusen fahren, sondern du musst sie zu Fuß passieren. Die Portagen sind nicht immer offensichtlich und der Fußmarsch kann ziemlich lang sein. Wie transportierst du deine Ausrüstung (besonders wenn du zeltest und deine Ausrüstung mit dabei hast) durch eine Schleuse? Je nachdem, wie viele Personen die Challenge in Angriff genommen haben, kann es sein, dass mehrere Fahrten nötig sind, um euch hinüber zu bringen. Auf einer 40 km langen Strecke gibt es manchmal 15 Schleusen, also unterschätze nicht, wie viel Zeit und Energie das kosten kann. Es ist bei einer so langen Paddelstrecke nicht immer möglich, jede Schleuse einzuplanen, doch wenn du dir einen allgemeinen Plan für die Portagen machst, dann erleichtert das dein Leben ungemein!

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Du solltest dir viel Zeit für deine tägliche Strecke nehmen. Wenn du an der Quelle eines Flusses startest, musst du dich mit umgestürzten Bäumen, seichtem Wasser, Gegenwind und starken Wetterbedingungen auseinandersetzen. Du willst ja schließlich nicht zu spät starten und erst abends an deinem Endpunkt ankommen. Die meisten Leute würden einfach aufhören zu paddeln, wenn es dunkel wird, aber diesen Luxus hast du vielleicht nicht. Deswegen lautet die Devise, so früh wie möglich zu starten.

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Teil 2…

In Teil 2 dieses Blogs werde ich auf Dinge wie Kleidung, Ausrüstung, Flüssigkeitszufuhr und Verpflegung eingehen. Außerdem verrate ich dir alles zum Thema Paddeltechniken, körperliches Training sowie mentale Bewältigungsmechanismen für Ausdauerpaddeln.

Ich hoffe, dass dir dieser Blogbeitrag hilft, wenn du eine lange Paddeltour planst oder vielleicht inspiriert er dich vielleicht sogar dazu, eine eigene Challenge zu planen. Wenn es eine Sache gibt, die ich an dieser Herausforderung geliebt habe, dann war die Abenteuerlust, die ich verspürte, wenn ich eine Flussquelle entdeckte und durch so viele verschiedene Landschaften und Regionen paddelte. Was für ein großartiges Abenteuer in Großbritannien!

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