Brauche ich beim Paddel eine Rettungsweste bzw. ein PFD?

, Brauche ich beim Paddel eine Rettungsweste bzw. ein PFD?

Credit: @atingslife

Brauche ich eine Rettungsweste bzw. eine Schwimmweste?

Neoprenanzug… check. Sicherheitsleine… check. Schwimmweste…? Hmmm. Wenn du dich jemals gefragt hast, ob du eine Schwimmweste tragen sollst, dann bist du nicht allein. Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, wofür sollst du dich entscheiden? Im Grunde hängt alles von deiner Art der Aktivitäten und deinen persönlichen Vorlieben ab. Das Wichtigste ist, dass du eine hast … und sie trägst!

Das Wichtigste zuerst: Was ist ein PFD?

PFD steht für Personal Floatation Device. In der Regel gibt es fünf Typen, die nach ihrer Schwimmfähigkeit unterschieden werden, von Typ 1 bis 5. Typ 1 ist die traditionelle gelbe Rettungsweste, die normalerweise auf See getragen wird. Am anderen Ende der Skala findest du speziellere Westen und Wurfwesten. Rettungswesten des Typs 1 sollen den Kopf des Trägers aus dem Wasser halten, indem sie diesen in die richtige Richtung drehen, auch wenn er bewusstlos ist. Sie sind zwar die sicherste Option, aber sie können auch extrem sperrig und hinderlich sein und eignen sich daher nicht zum Paddeln.

Muss ich wirklich eine Rettungsweste tragen?

Zu diesem Thema gibt es eine Menge Spekulationen. In einigen Ländern werden Paddelbretter nicht als Wassersportgeräte eingestuft, sodass es keine verbindlichen Regeln gibt, die besagen, dass du eine Rettungsweste tragen musst. Es ist ratsam, sich über die gesetzlichen Bestimmungen des Landes, in dem du paddelst, zu informieren, da diese von Land zu Land unterschiedlich sein können. Außerdem sind die Fähigkeiten der verschiedenen Personen ebenfalls ein Faktor – es wird zum Beispiel allgemein empfohlen, dass Kinder einen Helm tragen.

Für die meisten SUP-Aktivitäten ist es ratsam, eine Schwimmweste des Typs 3 zu tragen. Achte auf einen Auftrieb der Stufe 50N als Richtwert. In der Regel haben diese Schwimmwesten die Form einer Weste, es gibt aber auch Modelle, die um die Hüfte getragen werden. Die meisten modernen Schwimmwesten für Paddler und Kajakfahrer sind viel weniger sperrig als normale Rettungswesten. Sie wurden speziell für diese Sportarten entwickelt, sodass du dich viel wohler fühlen und dich frei bewegen kannst.

Diese kleineren Schwimmwesten halten deinen Kopf zwar nicht über Wasser wie eine Rettungsweste, aber sie helfen dir dennoch, wenn du in unruhigem Wasser von deinem Board fällst oder dich bei einem Unfall verletzt. Wir wollen nicht negativ klingen, aber gelegentlich geht etwas schief. Unabhängig davon, wie gut du schwimmen kannst, musst du auf den schlimmsten Fall vorbereitet sein und wer weiß, vielleicht rettet dir eine Schwimmweste eines Tages das Leben! In diesem Sinne ist es selbstverständlich, dass du beim Wildwasser-SUP/Kajakfahren oder bei allen Aktivitäten in schnell fließendem Wasser immer eine geeignete Schwimmweste tragen solltest. Auch Kinder unter 12 Jahren müssen auf dem Wasser immer eine geeignete Schwimmweste tragen, unabhängig von der Art der Aktivität. Für mehr Sicherheit solltest du dich nach selbstaufblasbaren Schwimmwesten umsehen. Diese werden in der Regel für Kinder unter 16 Jahren oder Personen, die nicht schwimmen können, empfohlen.

Welche Eigenschaften sollte ich bei einem PFD beachten?

Die meisten PFDs für SUP und Kajak bestehen aus einem weichen Schaumstoff, der der Weste ihren Auftrieb und ihre Form verleiht. Der Vorteil einer solchen Weste ist nicht nur, dass sie dir das Leben retten kann, sondern auch, dass sie oft mit praktischen Funktionen ausgestattet ist, z. B. mit Taschen für kleine, wichtige Gegenstände wie Schlüssel und größeren Taschen für Trinkpäckchen oder sogar Snacks (wir wollen nicht voreingenommen sein, Paddeln macht hungrig!). Natürlich bieten sie auch eine zusätzliche Schicht, die dafür sorgt, dass du es warm und kuschelig hast.

Die von dir gewählte Rettungsweste sollte eine gute Passform haben. Das gilt vor allem für den Wettkampfsport, da sie deine Bewegungsfreiheit nicht einschränkt. Du solltest auf Designmerkmale wie ausgeschnittene Schultern und Kordelzüge achten, um die Passform entsprechend anzupassen. Ultraleichtes Material sorgt im Sommer für eine bessere Temperaturregulierung und Atmungsaktivität, während fleecegefütterte Taschen im Winter ein Geschenk des Himmels für kalte Hände sein können.

Wenn du eine Schwimmweste für Kinder suchst, solltest du eine Weste aus festerem Schaumstoff in Betracht ziehen, da diese in der Regel am robustesten ist. Für Erwachsene, die eine stromlinienförmige Silhouette suchen, eignen sich Materialien wie Nylon und Neopren am besten.

Wenn du dich für eine strapazierfähige Jacke für Wildwasser-SUP entscheidest, solltest du auf zusätzliche Sicherheitsmerkmale achten. Neben einem deutlich höheren Auftrieb (mindestens 65N) sollte sie idealerweise eine Tasche für ein Rettungsgerät oder eine Trillerpfeife haben. Vergewissere dich, dass die Außenseite frei von Kordeln, Schlaufen usw. ist, da sich diese verfangen könnten. Außerdem solltest du darauf achten, dass die Jacke eng anliegt, damit sie nicht durch den hohen Wasserdruck abgerissen wird. Niemand will seiner Schwimmweste flussabwärts hinterherjagen!

Helle Farben sehen nicht nur cool aus, sondern können auch dazu beitragen, dass du und deine Paddelkollegen bei Nebel oder schlechten Lichtverhältnissen besser gesehen werden. Achte auf leicht reflektierende Paneele.

Ein Airbelt PFD kann eine lohnende Investition sein, wenn du nach einer etwas stromlinienförmigeren Schwimmweste suchst und dir eine herkömmliche Weste zu warm oder zu einschränkend wird. Wie der Name schon sagt, werden diese Arten von Schwimmwesten mit einem Verschluss um die Taille getragen und enthalten eine Schwimmhilfe, die bei Wasserkontakt ausgelöst wird.

Zu guter Letzt: Vergiss deine Fellnasen nicht! Auch wenn Hunde von Natur aus gute Schwimmer sind, so weißt du dennoch nie, wann du in Schwierigkeiten geraten könntest. Es ist vielleicht nicht möglich, deinen Hund im Auge zu behalten und gleichzeitig auf dich und andere Paddler aufzupassen. Auf dem Markt gibt es viele Westen mit Haltegriffen und verstellbaren Gurten, die für Hunde aller Größen geeignet sind.

Wie viel kostet eine Rettungsweste?

Ein weiterer Faktor bei der Auswahl der Ausrüstung sind natürlich auch die Kosten. Auch wenn du deine Sicherheit nicht mit Geld aufwiegen solltest, ist es beruhigend zu wissen, dass du kein Vermögen ausgeben musst, um ein halbwegs vernünftiges PDF zu bekommen. Die meisten einfachen Westen, die die Mindestanforderungen an den Auftrieb erfüllen, bekommst du schon für etwa 35 €. Für fortschrittlichere Funktionen, wie z. B. eine für den Rennsport geeignete Weste, musst du mit Kosten von über 90 € rechnen.

Egal für welche Rettungsweste du dich entscheidest, der wichtigste Faktor ist, dass du dich darin wohlfühlst. Wenn sie nicht richtig passt, im Weg ist oder du ständig daran herumfummeln musst, wirst du sie einfach nicht tragen, ganz einfach. Und ein ungetragenes PFD ist ein nutzloses PFD, egal, wie viel es kostet!

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am SUP Blog. Setzte ein Lesezeichen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.